Johannes Regiomontanus

Aus Astronomie Lexikon

Mathematiker und Astronom; * 6. Juni 1436 in Königsberg, Franken, † 6. Juli 1476 in Rom

eigentlich: Johann Müller;

Regiomontanus nannte sich nach der lateinischen Übersetzung seines Geburtsortes Königsberg in Franken.

Er schuf mit seiner auf arabischen Quellen beruhenden Dreieckslehre den Ausgangspunkt für die moderne (ebene und sphärische) Trigonometrie. Entwurf eines 33-jährigen Kalenders (Almanach); Herausgeber astronomischer Tafeln und Erfinder astronomischer Instrumente; beschäftigte sich mit der Zahlentheorie, höheren Gleichungen und Maxima und Minima; Berechnung von "Ephemeriden" (der täglichen Stellung der Himmelskörper), die hohe Bedeutung für die Navigation hatten.

Regiomontanus war der Lehrer Martin Behaims. In Nürnberg Bau einer Sternwarte und Drucklegung seiner Werke.